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Bericht zur PCS Ausfahrt – Trentino 30.09.18 – 03.10.18
Der PC Schwaben dieses mal ein in einem Land voller Kontraste und Überraschungen. Trentino und die Lombardei bieten eine Landschaft die bezaubert durch ihre Vielseitigkeit, eine Landschaft mit mehr Seen, Schlössern, Kastellen und Ruinen als in jeder anderen Provinz in Italien. Gemeinsam mit dem Porsche Club Südtirol erleben wir den Dienstag in Südtirol. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und freuen uns sehr, mit Ihnen einige schöne, erlebnisreiche Tage zu verbringen.

Bericht zum Download (PDF)

Informationen zur Veranstaltung

Bericht zur PCS Ausfahrt 2016 ins Piemont
Bericht und Bilder: Zum 2. Mal auf den Spuren der Rallye Monte Carlo 2017

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Dienstag: Bilder 4 - Bilder 5

Text:  - Bilder: Sigrun Eissler, Ute Kröger, Gerry Haag, Maren Brieger, Fritz Letters

Bericht - Dolce vita im Schmetterling-Land -

Sonntag

Genauso "luftig und leicht" lässt sich die Ausfahrt des PC Schwaben in dieser charmanten Region beschreiben. Schon auf der Anreise zum Hotel Adler in Andalo bereitete ein atemberaubender, azur-blauer Himmel eine grandiose Kulisse. Die Herbstfarben der Büsche und Bäume rechts und links der Passstraßen leuchteten wunderschönen im goldenen Sonnenschein.

Beim Sektempfang in der Lobby begrüßten der Präsident des PC Schwaben Fritz Letters und die PCD Ehrenpräsidentin Ilse Nädele alle Teilnehmer der Ausfahrt und informierten über den Ablauf des nächsten Tages. Danach ließen sich alle das köstliche, mehr-gängige Abendmenü schmecken, das sich jeder selbst aus einer Menü-Karte zusammenstellen konnte und zudem stilvoll serviert wurde.

Am nächsten Morgen hatte sich die liebe Sonne leider für den ganzen Tag freigenommen und es sich auf einer dicken, dunklen Wolkenschicht bequem gemacht. Die Wettervorhersage prophezeite leider nichts Erfreuliches.

Und so manche App eines Smartphones zeigte ab Mittag einen Temperatursturz und Schneefall für die Alpen-Südseite an. Da die Tagestour zum Schwaben-typischen "11-Ührchen" eine Fahrt vom Idrosee auf den Passo di Croce Domini im Rifugio in 1895 m Höhe vorsah (Plus-Grade) und das Mittagessen am Fuß des Gavia-Passes in der Osteria Pietra Rossa in Ponte di Legno (Schneefall) auf 1580 m Höhe stattfinden sollte, kamen bei manchen Teilnehmer und dem Orga-Team besorgte Gesichter auf. Deshalb erklärte sich das Team Kröger bereit, als "Wetter-Scout" für das Mittagessen direkt zur Osteria Pietra Rossa zu fahren.

Alle anderen Teilnehmer erklommen nach Roadbook durch Nebel und Regen den Passo di Croce Domini bis zum Rifugio hoch. Dort erwartete uns bereits ein loderndes Kaminfeuer. Ein leckeres Antipasti-Misto-Büffet er-weckte die Lebensgeister neu und wärmte wunderbar die Gemüter wieder auf. Etwas Gutes hatte das regneri-sche Wetter: Auf den idyllischen und schmalen Pass-Straßen gab es keinerlei touristischen Verkehr - außer unseren Porsche.

In Ponte di Legno blieb es zum Glück stetig bei Plusgraden und die "Wetter-Scouts" konnten Entwarnung melden. Pünktlich um 13:00 Uhr trafen die ersten Fahrzeuge der Croce Domini-Fahrer in Ponte di Legno ein.  Die Club-Fotografen und der Sportleiter Gerry Haag positionierten sich, trotz Regen an der Hofeinfahrt. Dabei wunderten sie sich, dass so manches Fahrzeug winkend vorbeifuhr und weiter den Gavia-Pass hoch…

Irgendwann kamen diese Teams schließlich erstaunt zurück. Und deren Erklärung, sie hätten das Ziel übersehen, weil Gerry Haag schon öfter mal an der Strecke stand und winkend Fotos machte, erzeugte einen wunderbaren Heiterkeitserfolg. Schließlich konnten sich alle glücklich den Spezialitäten der lokalen Küche in der Osteria Pietra Rossa widmen und gemeinsam das leckere Mittagsmenü genießen.

Die Rückfahrt zum Hotel führte über den Passo Tonale. Dort konnten wir dann bei 2° Außentemperatur begin-nenden Schneefall erleben. Der Schnee blieb allerdings nur links und rechts der Straße liegen.

Einige wenige Enthusiasten – mit Winterreifen - wählten trotz der schlechten Bedingungen die Strecke über Ma-donna di Campiglio, dem berühmten Skiressort auf 1500 Höhenmetern. Aufgrund des feuchten Wetters stellten dabei einige Streckenabschnitte eine erhöhte Anforderung an den Fahrer, vor allem in den Kurven... Zur Ent-spannung im Hotel diente der wohlig-warme Außenpool des Hotels, in dem ein paar Teilnehmer vergnügt her-umdümpelten.

Ab 18:00 Uhr mussten alle wieder startklar für das Abendessen im Rifugio La Montanara sein. Es war zwar nur 5 km vom Hotel entfernt, jedoch die Höhenmeterangabe fehlte. Zwei Kleinbusse standen zum Transfer bereit und brachten alle über einen schwindel-steilen Waldweg auf eine Höhe von 1515 m. Ohne Allrad mit Untersetzung war diese Strecke nicht zu bewältigen und wäre zu Fuß eine echte Herausforderung gewesen. Trotzdem be-hauptete eine Person felsenfest, dass er diese Strecke locker mit seinem GT3 gefahren wäre - Insider wissen, wer das wohl war…

Oben bei der Ankunft wartete eine überwältigende, verschneite Bergkulisse im Abendhimmel auf. Aufgrund des kalten Winds huschten alle nach einem schnellen Rundum-Blick schnell in die modern-gemütliche Berghütte und ließen sich mit wundervollen Gerichten zum Abendessen verwöhnen. Nachdem viel gescherzt, gelacht und alles aufgegessen war, brachten die geländegängigen Kleinbusse wieder alle sicher ins Hotel zurück. Zu Fuß hätte die Physik sicherlich zu herben Verlusten geführt.

Am nächsten Morgen lockte die liebe Sonne am wolkenlosen Himmel alle früh aus dem Bett. Heute war ein Treffen mit dem befreundeten PC Südtirol geplant. Deren Präsident Werner Gramm und einige seiner Mitglieder begrüßten den PC Schwaben Porsche-Fahnen schwenkend auf dem oberen Parkplatz am Mendelpass auf 1363 m. Es war ein großes Hallo bei der Begrüßung, weil man sich u.a. von diversen Südtirol-Ausfahrten, Wintertraining in Schweden und der Rennstrecke Franciacorta kannte.

Dann ging es zu Fuß rüber zur Mendelbahn. Diese wurde einst 1903 in Betrieb genommen, ist eine Standseilbahn und war mit einer Höchststeigung im oberen Bereich von 64 Prozent lange Zeit die steilste Bahn in Europa.

Gemeinsam fuhr man ins Tal runter auf 510 m nach St. Anton in Kaltern. Dort erwartete uns der "Jagerkeller" zum "11-Ührchen" mit Weinprobe und Vesper im sonnigen Innenhof. Nach dieser erquickenden Stärkung ging es mit der Mendelbahn wieder hinauf zu den Porsche. Eine kleine Herausforderung stellte die Kapazität der Mendel-bahn dar. Sie fasst nur 80 Personen. Wir hatten ein Ticket für unsere 56 Personen und viele Radfahrer und Wan-derer wollten ebenfalls mit. Aber auch diese Herausforderung konnten wir gemeinsam mit dem PC Südtirol meistern.

Von dort aus führte die weitere Strecke über den Mendelpass hinunter mit dem Ziel Bozen oder genau ge-nommen der bezaubernden Haselburg, die bereits im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Dafür hatte der PC Süd-tirol ein wunderbares, mit vielen Fotos bebildertes Roadbook erstellt, so dass der Transfer durch den regen Stadtverkehr fast kein Problem war. Die gemeinsame Fahrt bei dem Kaiserwetter glich einer kleinen Porsche-Parade und fand viele bewundernde Blicke und freundliche Gesten bei den Passanten in der Stadt.

Schließlich führte eine schmale Straße zur Haselburg hinauf.

Oben begeisterte ein liebevoll vorbereiteter Sektempfang auf der Burgterrasse mit einem grandiosen Blick auf Bozen und dessen Bergwelt ringsherum. Im Anschluss wurde als Mittagessen ein wahres kulinarisches Feuerwerk in den beeindruckenden Räumen des Burgrestaurants serviert. Bei einer kurzweiligen Ansprache von den beiden Clubpräsidenten und den beiden Sportleitern wurden charmante Dankeschöns ausgetauscht und die herzliche Freude an diesem Treffen zum Ausdruck gebracht.

Nachmittags ging die Ausfahrt weiter zu einem exotischen Besuch in die "Reiffeiner Orchideen Welt". In diesem wunderschön angelegten, riesigen Gewächshausgarten mit hunderten von Orchideen in allen Farben kann man auf den komfortabel angelegten Wegen durch eine paradiesische Welt wandeln. Rechts und links der Wege können in kleinen Teichen Koi-Karpfen, in Wasserläufen Schildkröten und einer begehbaren Vogelvoliere kunterbunte Gebirgslori-Papageien bestaunt werden.

Der Tag ging langsam zu Ende und es hieß Abschied nehmen, auch von unseren lieben PC Südtirolern. Hierbei nochmals vielen herzlichen Dank an den PC Südtirol für die genialen Tipps und Hilfen zu der Tagesgestaltung bei diesem herzlichen Zusammentreffen.

Der Rückweg zum Hotel konnte über den Gampen-Pass genommen werden, der noch einmal wunderschöne Ausblicke auf die zauberhafte Region in der goldgelben Sonne ermöglichte.

Mit einem letzten Apero wurde der Abschlussabend begonnen, bei dem sich alle Teilnehmer sowohl bei Ilse Nädele als auch bei Fritz Letters für diese perfekt organisierte und gelungene Ausfahrt ins Trentino bedankten.

Text: Ute Kröger - Bilder: Sigrun Eissler, Ute Kröger, Maren Brieger, Fritz Letters

 

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